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Zahnarzt Laer, Dres. Gerhardus und Martina Kreyenborg

Kiefergelenktherapie

In den vergangenen Jahren hat die Kiefergelenktherapie in der Zahnheilkunde immer mehr an Bedeutung gewonnen. Denn funktionale Störungen im Kiefergelenk – wenn zum Beispiel die zwei Gelenkköpfe nicht synchron arbeiten oder die Zusammenarbeit zwischen dem Gelenk, der Kaumuskulatur und den Zähnen nicht reibungslos abläuft – können zu weitreichenden Beschwerden führen. Dazu zählen Kiefergelenkschmerzen, Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen, Ohrgeräusche oder Gesichtsschmerzen. Derartige Störungen in der Funktion des Kausystems werden als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet.

Zahnarzt Laer, Dres. Gerhardus und Martina Kreyenborg

Ursachen für Kiefergelenksprobleme

Für eine Kiefergelenkstörung gibt es unterschiedliche Ursachen. Als bedeutender Auslöser gilt insbesondere negativer Stress, der unter anderem zu nächtlichem Zähneknirschen (und damit zu abgeriebenen Zahnflächen) führen kann. Der Körper versucht auf diese Weise unbewusst, die Belastung auszugleichen. Darüber hinaus zählen weitere Veränderungen im Zusammenbiss der Zahnreihen (zum Beispiel durch fehlende Zähne, nicht exakt passenden Zahnersatz) und ständige Fehlhaltungen (zum Beispiel durch falsches Sitzen) zu den Ursachen. Deshalb sind auch die Behandlungen vielfältig und müssen auf jeden Patienten individuell abgestimmt werden.

Mittels der klinischen Funktionsanalyse überprüfen wir, ob wir bereits mittels Abtasten der Kiefermuskulatur und der Schläfen Verspannungen oder eine Schieflage Ihres Kiefergelenks feststellen können. Dazu werden die Finger unterhalb der Ohren auf die Kiefergelenke gelegt und untersucht, ob sich Ihr Unterkiefer problemlos bewegt. Hören wir beispielsweise ein Knacken, wenn Sie den Mund öffnen und schließen, ist dies in der Regel ein Hinweis, dass Ihr Kiefergelenk nicht korrekt funktioniert.

Meist kann eine CMD durch individuell angepasste Zahnschienen behandelt werden:

  • Positionierungsschienen
    Diese Schiene fertigen wir Ihnen an, um Ihr Kiefergelenk langfristig in eine gerade und damit für Sie entspannende Lage zu verschieben. Je nachdem, wie ausgeprägt sich Ihr Kiefergelenk „in Schieflage“ befindet, tragen Sie die Schiene mehrere Wochen bzw. Monate. Die Behandlung zahlt sich in der Regel aus: Sie werden bereits nach kurzer Zeit feststellen, dass zum Beispiel Nacken-, Kopf- oder Rückenschmerzen abklingen, die durch die funktionale Störung des Kiefers verursacht wurden.
  • Aufbiss- und Entspannungsschienen
    Stellen wir fest, dass leichtes Zähneknirschen für Beschwerden verantwortlich ist, können wir Ihnen häufig mit Aufbiss- bzw. Entspannungsschienen helfen. Die Schienen tragen Sie nachts – sie entlasten Ihr Kiefergelenk, weil sie den Biss zwischen Ober- und Unterkiefer ausgleichen. Die Folge: Die Muskulatur kann sich nun entspannen und lockern, und Ihre Beschwerden verringern sich oder klingen sogar vollständig ab.
  • Knirscherschienen
    Ist das Zähneknirschen stark ausgeprägt, sind Knirscherschienen sinnvoll. Sie verhindern insbesondere, dass sich Ihre Zähne nachts gegenseitig „abschleifen“ und der Druck beim Aufeinanderpressen beispielsweise zu Rissen im Zahnschmelz führt.

Sind beschädigte oder schlecht passende Füllungen oder Zahnersatz die Ursache, können wir dies durch eine Korrektur oder Anpassung in der Regel schnell beheben.

Häufig ist bei Kiefergelenksbeschwerden eine begleitende orthopädische Behandlung sinnvoll. Wir arbeiten mit den Fachärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Stefan Heidl und Dr. Christian Daubenspeck in Burgsteinfurt zusammen und nehmen auf Ihren Wunsch gerne Kontakt mit den Ärzten auf.

Mehr über die CMD und ihre Behandlung erfahren Sie in der Gesundheitswelt.