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Zahnarzt Laer, Dres. Gerhardus und Martina Kreyenborg

Parodontitisbehandlung

Die Parodontologie ist das Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich mit der festen Verankerung der Zähne im Zahnhalteapparat befasst. Der Zahnhalteapparat besteht im Wesentlichen aus dem Kieferknochen und dem Zahnfleisch.

Erkrankungen des Zahnhalteapparates sollten unbedingt behandelt werden. Nur so können Ihre Zähne langfristig gesund im Kieferknochen verankert bleiben und ernste Auswirkungen auf Ihre Allgemeingesundheit (z. B. Herz-Kreislauf-System) vermieden werden.

Zahnarzt Laer, Dres. Gerhardus und Martina Kreyenborg

Was ist eine Parodontitis?

Eine Parodontitis entsteht oft aus einer lange unbehandelten Zahnfleischentzündung. Es handelt sich dabei um eine chronische Erkrankung: Wir können sie nicht heilen, aber ihr Fortschreiten verhindern.

Bei einer Parodontitis werden sowohl das Zahnfleisch als auch der Kieferknochen angegriffen und es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen. In diesen setzten sich leichter bakterielle Beläge fest, die ein weiteres Fortschreiten der Parodontitis begünstigen. Wir messen die Tiefe der Taschen mit speziellen Sonden und stimmen die Behandlung darauf ab.

So behandeln wir eine Parodontitis:

Bei der geschlossenen Behandlung entfernen wir Bakterien und Beläge ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes von den Zahnhals- und Wurzeloberflächen mit Hand- und Ultraschallinstrumenten. Gegebenenfalls kann zusätzlich eine offene Behandlung durchgeführt werden. Dabei legen wir einen Teil der Zahnwurzel durch einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch frei, reinigen und glätten die Zahnhals- und Wurzelbereiche und entfernen erkranktes Gewebe. Anschließend wird das Zahnfleisch an den Zahn angelegt und mit einer feinen Naht geschlossen.

Ein Parodontitisrisikotest kann als Bestandteil Ihrer persönlichen Vorsorge oder begleitend zur Therapie empfehlenswert sein. Wir können dabei auf zwei Methoden zurückgreifen:

  • Gentest: Wir entnehmen eine Bakterienprobe aus den Zahnfleischtaschen, die wir in ein Labor senden. Dort wird die Menge der verschiedenen Mundhöhlenbakterien genau untersucht. Ist die Anzahl bestimmter Bakterien höher als gewöhnlich, ist eine Parodontitis bei Ihnen häufig begünstigt bzw. schreitet sie schneller fort.
  • Untersuchung von Botenstoffen: Wir nehmen einen Abstrich der Wangenschleimhaut, den wir in ein Labor schicken. Dort wird untersucht, ob eine erhöhte Menge bestimmter Botenstoffe im Körper vorhanden ist (vor allem die sogenannten Interleukine), die Entzündungsreaktionen und damit das Entstehen bzw. Fortschreiten einer Parodontitis fördern.

Ist der Zahnhalteapparat durch die Parodontitis stark geschädigt, können wir ihn meist wieder aufbauen, sodass die Zähne wieder festen Halt haben. Bei der Guided Tissue Regeneration (Gesteuerte Geweberegeneration) nutzen wir die Eigenschaften von speziellen Wachstumsenzymen, die künstlich hergestellt werden. Die Enzyme werden in Gelform auf die geschädigten Stellen des Zahnhalteapparates aufgetragen und mit einer Membran abgedeckt, unter der das Gewebe zur Neubildung angeregt wird.

Oft erfolgt dieses Verfahren in Verbindung mit einem Knochenaufbau.

Im Anschluss an die Parodontitistherapie nehmen wir Sie gerne in unser Recallsystem auf. In regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen überprüfen wir Zahnfleisch, Kieferknochen und Zähne. So können wir, falls notwendig, schnell geeignete Maßnahmen einleiten. Auch professionelle Zahnreinigungen – bei Parodontitispatienten empfehlen wir anfangs in der Regel dreimonatige Abstände – sind sinnvoll. Zudem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihre tägliche Zahn- und Mundpflege optimieren können.

Mehr über die Parodontitis und ihre Behandlung erfahren Sie in der Gesundheitswelt.